Karl Selig - März 2018

Sehr geehrter Herr Dr. Reck,

durch ein Telefonat aus Riedlingen erfuhr ich von dem Wirbel um Kalz. Ich bin gebürtiger Riedlinger, lebe aber seit Jahrzehnten in Österreich und habe daher den Wirbel um die Stiftung Kalz nicht mitbekommen – ja nicht einmal gewusst, dass es diese gab. Durch Recherche habe ich Ihren Artikel im Internet gefunden. Dafür möchte ich Ihnen ganz herzlich danken! Es ist ungemein wichtig, dass solche Dinge der Öffentlichkeit bekannt werden und darüber ein öffentlicher Diskurs stattfindet. Auch halte ich es für wichtig, dass hier Ross und Reiter genannt wurden!

(…) „Wer schweigt, stimmt zu”, sagt ein altes Sprichwort – pardon! – ein alter Aphorismus. Wenn es bis zur klar abweisenden Antwort zu lange dauert, besteht die Gefahr, dass das Schweigen wirkmächtiger wird, als der späte Widerspruch.

Ich habe 1979 am Kreisgymnasium Riedlingen Abitur gemacht – Kalz war also meine ganze Gymnasialzeit lang Lehrer dort. Als Lehrer hatte ich ihn jedoch nie. Das Gymnasium war damals ob der geburtenstarken Jahrgänge ausgesprochen groß und so konnte man leicht eine Reihe von Lehrern „versäumen” – gelegentlich auch ein Glück.
Es herrschte damals am Kreisgymnasium Riedlingen eine relativ starke politische Polarisierung. Einigen rechten bis „sehr” rechten Lehrern standen einige ebenso dezidiert linke bis „sehr” linke Lehrer gegenüber. Vom Unterricht im Fach Gemeinschaftskunde bleibt mir bis heute eine ausgezeichnete Lehreinheit über Wesen und Bedeutung des Grundgesetzes in Erinnerung. Auch das gab es und davon habe ich immer gezehrt.
Ich hoffe, Sie haben durch den Artikel nicht zu viele böse Anfeindungen erleben müssen!

Herzliche Grüße aus Vorarlberg
Mag. Karl Selig, Vorarlberg