Enrico Parvo - Jan./Feb. 2017

Sehr geehrte Redaktion,
ich finde, Sie haben mit dem kritischen Bericht über die „Waldseer Schloss-Austreibung“ unserem geliebten Fürsten Johannes arges Unrecht getan.

Die Reinlichkeitsaktion galt doch im Grund jener entarteten Kunst, die unter dem Pinsel von Leuten wie Frankenhauser-Erlitz und Mang-von-Hinten längst von der pop-art zur popo-art degeneriert ist. Und wenn man es richtig betrachtet, folgte Johannes eigentlich nur dem kirchlichen Gebot der sogenannten diakonischen Liebe. Diese verlangt ausdrücklich: „Du sollst die Nackten bekleiden!“
Wenn sich die Nacktheit nicht schamvoll überstreichen lässt, bleibt nichts anderes als eben der fürstliche Exterminationsakt, die Austreibung der bösen Geister. Auch die Kunst bedarf, wie wir im Grund alle wissen, einer höheren Lenkung.

Mit freundlichem Gruß
Enrico Parvo, Tübingen