Siegfried Spangenberg - Juli 2015

Stellungnahme zum Interview mit BM Krattenmacher aus Kißlegg in der Juni-Ausgabe:
Im Interview mit Guy-Pascal Dorner versucht der Kißlegger Bürgermeister Dieter Krattenmacher den Eindruck zu erwecken,

nur eine verschwindend kleine Zahl persönlich interessierter Kißlegger Dauerstörer wollten das geplante Interkommunale Gewerbegebiet bei Waltershofen verhindern und der BUND mache sich zu deren willigem Erfüllungsgehilfen. Das ist glatt die Unwahrheit!
Richtig ist, dass aus verschiedenen ökologisch und rechtlich begründeten Einwänden nicht nur der BUND und die Grünen, sondern darüber hinaus viele nachdenkliche Menschen in den vier am IKOWA beteiligten Gemeinden Amtzell, Argenbühl, Kißlegg und Wangen das von BM Krattenmacher als Vorsitzendem des Zweckverbandes vorangetriebene Vorhaben für äußerst bedenklich halten und deshalb im Rahmen der gesetzlichen und rechtlichen Möglichkeiten dagegen vorgehen.
Richtig ist auch, dass in der Gemeinde Kißlegg, ausgehend vom Bürgermeister, die Gegner des IKOWA persönlich diffamiert und angegriffen werden und der Bürgermeister darüber hinaus alles tut, um Gegner des IKOWA in den Gremien mundtot zu machen. Und mit einer von den Befürwortern des IKOWA gerne gestreuten Legende möchte ich an dieser Stelle auch einmal aufräumen: Es geht nur ganz am Rande darum, für das heimische Gewerbe der vier beteiligten Gemeinden Flächen für Neuansiedelung und Erweiterung nachhaltig zu sichern. Wenn das der Fall wäre, hätte man nicht hinter verschlossenen Türen in nichtöffentlichen Sitzungen noch bevor das Vorhaben rechtssicher beschlossen ist, einen großen Teil der erhofften Fläche an den Subunternehmer Dobler aus Kauf-beuren und die Firma Glas Marte aus Voralberg verschleudert.
Ja, es gibt gute Gründe, das IKOWA zu verhindern. Und es gibt viele Menschen, die froh sind, wenn sich Mitglieder des BUND und anderer Organisationen für den Erhalt der natürlichen Ressourcen und gegen den allgegenwärtigen Flächenfraß engagieren.

Siegfried Spangenberg,
Kreis- und Gemeinderat der Grünen, Wangen