Walter Tritschler Dezember 2010

Zu Ihrem Extra-Newsletter vom 04. November in Sachen „SchwäZ-Mäule" kann ich nur sagen: Uneingeschränkte Gratulation, Herr Dr. Reck!


Meine eigene SchwäZ-Abo-Kündigung habe ich bereits am 25. Oktober über die Bühne gebracht. Aus den unterschiedlichsten Gründen, die sich im Laufe der Zeit peu à peu bis hin zum Überdruss angesammelt haben. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat allerdings die kommentarlose Nichtveröffentlichung von zwei Leserbriefen, die meine Lebenspartnerin und ich geschrieben haben.
Der Hintergrund: Am 09. September hat die SchwäZ eine Pressemitteilung des Hegerings Umlachtal zusammen mit einem Foto im Kolonialherren- Trophäen-Jagd-Stil des vorigen Jahrhunderts veröffentlicht. Dokumentiert wurde eine Abschussaktion im Verlaufe derer 163 Krähen aus Gründen des „Umwelt-, Natur-, Gebäude- und Kleingärten-Schutzes" zur Strecke gebracht worden sind. Diese substantiell lächerlichen Pseudo-Alibis habe ich mit meinem Leserbrief-Entwurf en Detail ironisch-provokativ-analytisch zerlegt.
Resultat: Der Biberacher Lokalredaktionsleiter Mägerle hat gekniffen und auch die Chefredaktion in Leutkirch hat sich in höchst aufschlussreiches Schweigen gehüllt. Auch meine Vermutung, dass möglicherweise die Rücksichtnahme auf und/oder der Bammel vor „hochgestellte(n)" Persönlichkeiten aus der Jäger-Lobby die Entsorgung der beiden Leserbriefe im Papierkorb beeinflusst haben könnten, hat keine Reaktion der SchwäZ nach sich gezogen. Somit spricht dieser Fakt für sich selbst und bedarf eigentlich keines weiteren Kommentars.
Last but not least: In ihrem Logo bezeichnet sich die SchwäZ u.a. als „unabhängig". So wird's wohl sein. Oder vielleicht doch nicht? Jeder sollte sich darüber seine eigene Meinung bilden!


Walter Tritschler, Biberach