Siegfried Spangenberg Dezember 2007

Blixi bekommt Post von Siegfried Spangenberg und dieser schrieb erneut an Herrn Dr. Udo Kolb, Verlagsleiter Schwäbischer Verlag GmbH, Leutkirch:

Betrifft: Meine Briefe an Sie vom 16.10.2007 und 26.10.2007 und die von Mediendirektor Umbach versandten Antworten vom 22.10.2007 und 29.10.2007

Sehr geehrter Herr Dr. Kolb,

Sie fragen sich, weshalb ich einen dritten Versuch unternehme, doch noch eine Antwort von Ihnen selbst zu erhalten? Weil ich Sie weiterhin als Hauptverantwortlichen für die Ursachen dessen erachte, was ich in meinem ersten Brief als redaktionellen Niedergang der Schwäbischen Zeitung bezeichnet habe. Dass natürlich der Ihnen nachgeordnete Redaktionschef Joachim Umbach seinen Anteil daran hat, wird ja schon am Stil seiner Briefe an mich deutlich.
Es möge Ihnen zu denken geben, dass ich vielfachen Zuspruch von früheren Redaktionsmitgliedern Ihres Unternehmens erhalte, mit denen ich wegen der wertkonservativen Ausrichtung der Schwäbischen Zeitung in der Vergangenheit manchen Strauß ausgefochten habe. Doch das waren inhaltliche Auseinandersetzungen, die sich aus unterschiedlichen Grundauffassungen zwangsläufig ergaben und stets auf einem angemessenen Niveau ausgetragen wurden. Diese beklagen zwar auch den rüden Stil des Umganges mit solchen Mitarbeitern, die sich eigenständiges Denken und innerbetriebliche Kritik erlauben und erlaubt haben, sind aber vor allem entsetzt über den Verlust des Profils einer Zeitung, für die sie einst mit Engagement und Überzeugung geschrieben haben.
Den Untertitel: „Unabhängige Zeitung für christliche Kultur und Politik", hinter dem sie früher aus innerer Überzeugung standen, empfinden sie heute gelinde gesagt als Zumutung. Zugegeben: Mir war auch früher die Monopolstellung der Schwäbischen Zeitung ein Ärgernis. Doch heute in Kombination mit Niveauverlust, unbefriedigender Berichterstattung von Beschlüssen und Diskussionen aus Kreistags- und Gemeinderatssitzungen und dem auch nach außen hin spürbaren spannungsgeladenen Klima in den Redaktionsstuben, für dessen Ursachen die Geschäftspolitik Ihres Hauses verantwortlich ist, ist der Begriff „Ärgernis" eher eine Untertreibung.
Es liegt meines Erachtens in Ihrer Hand hier etwas zu ändern. Was ich für unangemessen halte, sind hochtrabende und inhaltslose Antworten, wie sie mir von Mediendirektor Umbach erteilt worden sind.

Mit freundlichen Grüßen,
Siegfried Spangenberg